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Leuchten-Blog - Ab in die Welt der Leuchten und allem, was leuchtet

Über 100 Jahre Entwicklung – Die LED-Lampe stellt sich vor

Die Entwicklung, die der heutigen LED-Lampe zugrunde liegt, geht bis in das Jahr 1907 zurück. Damals entdeckte der Engländer Henry Joseph Round den physikalischen Effekt der Elektrolumineszenz, d. h. der Lichtemission, die von einem Halbleiterkristall ausgeht, der, wenn Strom durch ihn fließt, leuchtet. Erstmals fand Lichtemission nicht durch erhöhte Temperatur wie bei der Glühlampe statt. Von der Entdeckung der Elektrolumineszenz bis zur Produktion der ersten LED-Lampe sollten jedoch noch viele Jahre ins Land gehen. Erst 1962 kam die erste industriell gefertigte LED-Lampe als buntes Signallämpchen auf den Markt. Weitere 35 Jahre dauerte es, bis die erste weiße LED-Lampe, die als Leuchtmittel in der Wohnraumbeleuchtung eingesetzt werden kann, produziert werden konnte.

Die Geschichte der LED-Lampe

LED steht als Abkürzung für Licht emittierende Diode und wird auch Lumineszenz-Diode oder Leuchtdiode genannt. Als die LED 1962 erstmals auf den Markt kam, konnte sie nur buntes Licht erzeugen. Als Rücklichter in Fahrzeugen oder als rote Kontrolllampe fanden die Leuchtdioden zu dieser Zeit Verwendung. Man konnte damals mit LEDs noch kein weißes Licht erzeugen, so dass ein umfangreicherer Gebrauch von LED-Lampen, z. B. in der allgemeinen Beleuchtung, noch nicht denkbar war.

Weißes Licht für LEDs

Die Erzeugung von weißem Licht kann bei LEDs auf zwei unterschiedliche Arten geschehen. Die erste Möglichkeit besteht darin, dass LEDs verschiedener Farben kombiniert werden, so dass sich das Licht der Dioden vermischt und weiß erscheint. Die zweite und am häufigsten angewendete Methode der Weißlichterzeugung bei LEDs ist die Beimischung von Leuchtstoffen. Dabei werden blaue LEDs mit einem farbtonändernden Leuchtstoff versehen, so dass sie letztendlich weißes Licht liefern. Die gängigere zweite Methode ist gleichzeitig auch die Methode, die im Herstellungsprozess teurer ist. Jedoch liefern die auf diese Weise hergestellten weißen LED-Lampen eine relativ gute Farbwiedergabe von Ra 90.

Die Vorteile der LED-Lampe sprechen für sich

Die Lebensdauer einer LED-Lampe, d. h. die Zeit, nach der die Lichtausbeute der Lampe auf die Hälfte der Ausgangszeit abgefallen ist, beträgt zur Zeit zwischen 20 000 und 50 000 Stunden. Zum Vergleich: Die gute alte Glühlampe kommt gerade einmal auf 1 000 Stunden. Zusätzlich zu der hohen Lebensdauer hat die LED-Lampe gegenüber der Glühlampe den Vorteil, dass man 90 % Energie sparen kann. Längerfristig gesehen amortisieren sich so nicht nur die höheren Anschaffungskosten, es lassen sich auch auf Dauer enorm Stromkosten sparen. Weitere, nicht unerhebliche Vorteile der LED-Lampe sind: Stoßunempfindlichkeit, Wartungsfreiheit, Farbstabilität, keine Startverzögerung und IR/UV-Freiheit des Lichts. Diejenigen LED-Lampen, die dimmbar sind, sind im Gegensatz zu dimmbaren Energiesparlampen voll dimmbar und büßen dadurch nicht wie Energiesparlampen einen Teil ihrer Lebensdauer ein. Auch gegen häufiges Ein- und Ausschalten sind LEDs unempfindlich.

Die LED-Lampe als Leuchtmittel in vielen Bereichen

Mittlerweile sind LED-Lampen auf dem Markt, die als vollwertiger Ersatz für gewöhnliche Glühlampen bis zu 60W gelten. Nicht nur was die Lichtausbeute, sondern auch was die verschiedenen Lichtfarben betrifft, muss sich die LED-Lampe nicht mehr verstecken. Das gemütliche Warmweiß für den Wohnraum, das eher sachliche Universalweiß für Büros oder das leicht bläuliche Tageslichtweiß für Verkaufsräume – die LED-Lampe ist in all diesen Lichtfarben erhältlich. Neben der Verwendung für Wohnraumbeleuchtung ist auch die Straßenbeleuchtung ein großes Thema. Einige Städte und Kommunen rüsten schon jetzt um auf diese energieeffizientere Art der Beleuchtung und gehen als „leuchtendes“ Beispiel voran.

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Info:
Über 100 Jahre Entwicklung – Die LED-Lampe stellt sich vor ist Beitrag Nr. 249
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admin am 8. November 2010 um 15:09
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Licht an
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