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Leuchten-Blog - Ab in die Welt der Leuchten und allem, was leuchtet

Lichtkunst in Perfektion von James Turrell

Der auch hierzulande bekannte Lichtkünstler James Turrell (geb. 1943 in Los Angeles) arbeitet schon seit 1966 als freier Künstler und machte sich nach Beendigung seines Kunststudiums 1973 einen Namen durch seine Lichtinstallationen in der Natur. In Deutschland schuf er 2009/2010 begehbare Lichtinstallationen im Rahmen seines „ Wolfsburg Project“ und wurde damit einem breiten Publikum bekannt. Auf 700 Quadratmetern realisierte Turrell eine beeindruckende Raum-in-Raum-Konstruktion, die sich elf Meter hoch bis unter die verglaste Gebäudedecke des Museums erhebt: ein zweigliedriger Hohlraum vom Typ der Ganzfeld Pieces. Zwei leere Räume – der Viewing Space und der sogenannte Sensing Space – werden mit langsam sich änderndem Farblicht ausgefüllt. Der Besucher, der diese Konstruktion über eine 30 Meter lange Rampe betritt, wird „Opfer“ einer enormen optischen Verunsicherung: Er läuft auf eine nicht existierende Wand zu, greift Halt suchend nach dem Geländer, verliert das Gleichgewicht. Das alles kann Licht bewirken, wenn man es, wie Turrell, künstlerisch einsetzt.

Ein eigenes Museum für Turrells Kunstwerke

In Colomé (Argentinien), an der Grenze zu Chile, eröffnete der Schweizer Kunstsammler und Winzer Donald Hess im Jahre 2009 auf seinem Weingut ein James-Turrell-Museum, dessen architektonische Gestaltung James Turrell selbst übernahm. In diesem Museum kann man einen repräsentativen Querschnitt von Turrells Arbeiten der vergangenen Jahrzehnte vor der atemberaubenden Kulisse der argentinischen Wüste erleben. Die Lichtinstallationen gehören zur Privatsammlung von Donald Hess, der Hess Art Collection, und werden nicht verliehen.

Licht einmal nicht als Beleuchtung erleben

James Turrell arbeitet in seinen Werken mit dem Licht als Material, als eigenem Werkstoff. Licht bekommt nur als Bestandteil seiner Installationen eine Bedeutung, er arbeitet mit Licht und Schatten, Farbe und Raum und inszeniert sie auf seine Weise. So entstehen Sinnestäuschungen vor dem Auge des Betrachters, wie Umrisse, Räume und Formen, die real gar nicht existieren und lediglich aus Licht bestehen. Das James-Turrell-Museum kann nur nach Terminabsprache besucht werden, weil die Lichtverhältnisse für die Lichtinstallationen stimmen müssen.

Roden Crater – das bekannteste Werk von James Turrell

Seit vierzig Jahren arbeitet James Turrell an einer Art lichttechnischem Erlebniszentrum in der Wüste Arizonas. Dort hat der Künstler in den 1970 er Jahren einen erloschen Vulkan – den Roden Crater – gekauft.

Seitdem wurden Gänge und unterirdische Räume in den Krater gegraben. Es entstanden Lichträume, die die Beobachtung des Himmels und der Sterne zu einer einzigartigen Erfahrung werden lassen. Diese Skyspaces (Himmelsräume) sind mit Sitzgelegenheiten an der Wand und Deckenöffnungen ausgestattet, so dass aus dieser Position unter der Erde je nach Tages- bzw. Nachtzeit das Licht der Wüstensonne oder das Funkeln der Sterne bewundert werden kann.

 

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Lichtkunst in Perfektion von James Turrell ist Beitrag Nr. 1049
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admin am 17. Oktober 2012 um 08:39
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Es war einmal ...
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