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Leuchten-Blog - Ab in die Welt der Leuchten und allem, was leuchtet

Lichterfest „Chanukka“

Feiern Christen alljährlich am 24. Dezember die Geburt Christi, so feiern Juden im Dezember das Lichterfest Chanukka (hebr. Chanukkat habajit, dt. Einweihung des Tempels), mit dem sie des erfolgreichen Aufstandes der Juden gegen hellenistische Syrer, die sie an der Ausübung ihrer Religion hinderten, gedenken. Im 2. Jahrhundert v. Chr. konnten die Makkabäer den jüdischen Tempel in Jerusalem zurückerobern und feierten im Jahr 164 (nach jüdischem Kalender das Jahr 3597) die Wiedereinweihung dieses Tempels. Heute markiert der 25. Tag des Monats Kislew (November/Dezember) den Beginn des Chanukka-Fests, das acht Tage lang andauert und mit Lichtern, Geschenken für die Kinder und traditionellem Essen, wie Latkes (Kartoffelpuffer), Lewiwot (Eierkuchen) und Sufjanijot (Krapfen), gefeiert wird.

Lampenöl für acht Tage

Die Zahl Acht spielt eine zentrale Rolle bei den Chanukka-Feierlichkeiten. Ihren Ursprung hat sie in der Legende, dass bei der Zurückeroberung des Tempels nur noch ein Krug mit Öl für die Menora, deren Flamme niemals ausgehen darf, zur Verfügung stand. Diese Menge Öl reichte normalerweise für einen Tag, hielt die Flamme aber wie durch ein Wunder acht Tage lang am Leben – gerade lange genug, um neues geweihtes Öl herzustellen.

Chanukkia, der achtarmiger Leuchter

Eines der wichtigsten Rituale des Chanukka-Festes ist das Anzünden des acht- bzw. neunarmigen Leuchters, der Chanukkia. Jeden Abend nach Sonnenuntergang wird eine Kerze angezündet, bis am letzten Tag alle acht Kerzen brennen – die neunte wird nur zum Anzünden der anderen benutzt. Der Kerzenleuchter mit den brennenden Kerzen wird meist ins Fenster, vor die Tür oder an einen anderen Ort, an dem die Chanukkia gut sichtbar ist, gestellt. Für den öffentlichen Raum gibt es auch größere Ausführungen des neunarmigen Leuchters.

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Info:
Lichterfest „Chanukka“ ist Beitrag Nr. 735
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admin am 2. Dezember 2011 um 13:42
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Es war einmal ...
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