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Leuchten-Blog - Ab in die Welt der Leuchten und allem, was leuchtet

Licht am Arbeitsplatz: Geschichte der Büroleuchte

Schreibstuben – so hießen Büros in Epochen wie Barock und Renaissance. Viele der damaligen Tätigkeiten prägen auch den heutigen Büroalltag: zum Beispiel das Schreiben von Texten oder die Buchhaltung. Büroleuchten gab es zu dieser Zeit noch nicht – Licht spendeten Petroleumlampen. Neuzeitlichere Büros existieren erst seit Anfang des 20. Jahrhunderts. In dieser Zeit löste das französische Wort „bureau“ den bis dahin verbreiteten Begriff „Kontor“ allmählich ab. In den Zeitraum dieser Sprachwandlung fallen einschneidende technologische Erfindungen: das elektrische Licht und das Telefon. Jedoch ist an moderne Büros, wie wir sie heute kennen, damals noch nicht zu denken. Innovative Neuerungen wie etwa der Fernschreiber oder die Schreibmaschine haben aber den Weg für weitere Erfindungen wie Büroleuchte oder Fax geebnet. Heutzutage gelten die einstigen Innovationen jedoch seit langem als überholt und sind als interessante Ausstellungsstücke in Museen zu bewundern.

Der technische Fortschritt der Leuchtmittel war maßgeblich für die Bürobeleuchtung

Die Geschichte der Büroleuchte ist Teil der Entwicklung der Bürobeleuchtung und vollzog sich weitgehend zeitgleich zur Entwicklung der Lichttechnik. Die Gas- und Petroleumlampen wurden durch Büroleuchten mit Glühlampen ersetzt. 1879 erfand Thomas Alva Edison die Glühlampe. In etwa derselben Zeit konnte man die ersten Tischleuchten für Schreibarbeiten käuflich erwerben. Damit einher ging die technische Weiterentwicklung der Leuchtmittel, die wiederum prägend für den Fortschritt der Bürobeleuchtung war. Glühlampen mit Reflektor und Niedervolt-Halogenlampen eröffneten neue Welten – etwa die kabellose Stromführung bei Schreibtischleuchten.

Computer veränderten die Arbeitskultur – und damit auch die Bürobeleuchtung

Die größten Veränderungen der Arbeitskultur in Büros brachte aber die Datenverarbeitung mit sich. In den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts gab es die ersten Kleincomputer. Die Arbeit am Bildschirm nahm immer größeren Raum ein. Dies veränderte auch die Anforderungen an die Bürobeleuchtung – und damit auch an die Büroleuchte. In den 90er Jahren kam es mit Internet, Laptops und Handys zur weiteren Flexibilisierung der Arbeitswelt. Aktuell ist immer mehr vom „nomadischen“ („umherziehenden“, „unsteten“) Büro die Rede. Gemeint ist damit, dass ein Mitarbeiter keinen festgelegten Platz hat. Doch wie sieht heute – angesichts der neuesten technologischen Veränderungen – gutes Licht im Büro aus? Die Bürobeleuchtung unterliegt heute bestimmen Normen. Oberste Richtlinie dafür ist die europäische Norm DIN EN 12464, die in Deutschland durch die nationale Norm DIN 5035 ergänzt wird. Der Teil 5035-8 regelt die speziellen Anforderungen der Einzelplatzbeleuchtung in Büroräumen. Denn Schreibtischleuchten müssen bestimmte licht- und sicherheitstechnische Ansprüche erfüllen. Ihre Beleuchtungsstärke muss für die Bildschirmarbeit 300 Lux betragen, so dass – inklusive Allgemeinbeleuchtung – insgesamt eine Helligkeit von mindestens 750 Lux vorhanden ist. Eine Schreibtischleuchte in Büros sollte diesen Ansprüchen gerecht werden, um überhaupt als Arbeitsplatzleuchte zu gelten. Doch so wichtig diese Normierungen sind, sollte beim Kauf einer Schreibtischleuchte natürlich auch die Optik nicht zu kurz kommen. Denn auch in eher sachlichen Büroräumen haben Licht und Leuchten zudem auch eine dekorative Funktion.

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Info:
Licht am Arbeitsplatz: Geschichte der Büroleuchte ist Beitrag Nr. 256
Author:
admin am 12. November 2010 um 08:54
Category:
Es war einmal ...
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2 Kommentare »
  1. GeorgeMype

    Möge das neue Jahr 2014 so frisch wie Morgentau, so lebendig wie die Farben auf einem Schmetterling, so heiter wie Mutter Natur und so glückselig wie die Engel vom Himmel .

    #1 Comment vom 06. Januar 2014 um 18:13

  2. admin

    Vielen Dank, George, für diese netten Neujahrswünsche! Ich wünsche dir ebenfalls alles Gute im neuen Jahr!

    #2 Comment vom 08. Januar 2014 um 08:06

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