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Leuchten-Blog - Ab in die Welt der Leuchten und allem, was leuchtet

Kronleuchter – Prunk und Lichtspiele auch für das eigene Zuhause

Prunkvolle Ballsäle und glitzernde Lichteffekte – das ist meist das erste, was uns in den Sinn kommt, wenn wir an Kronleuchter denken. Dass der Einsatzort von Kronleuchter auf Schlösser und repräsentative Säle beschränkt ist, stimmt heutzutage nicht mehr ganz. Auch in den eigenen vier Wänden kann man sich durchaus einen Kronleuchter aufhängen – wenn auch vielleicht keinen mit einem Durchmesser von mehreren Metern, aber vielleicht eine adäquate Nachbildung. In der Qualität der Ausstattung müssen die heimischen Kronleuchter den königlichen aus vergangenen Zeiten jedoch in nichts nachstehen. Ist man bereit, entsprechend viel Geld für den eigenen Lüster – so die etwas veraltete Bezeichnung für einen Kronleuchter – auszugeben, so kann man eine edle Ausführung mit echten Kristallen für das eigene Wohnzimmer erwerben. Die Lichtspiele im Schein des mehrflammigen Leuchters können dann beginnen.

Vom ersten Kronleuchter bis zum höfischen Prunkkronleuchter

Die Anfänger des mehrflammigen Prunkleuchters lassen sich bis ins 5. Jahrhundert v. Chr. zurückverfolgen. In Camucia bei Cortona wurde eine 16-flammige Öllampe aus Bronze gefunden, die optisch noch weit entfernt war von der heute gängigen Vorstellung von Kronleuchtern, die aber dennoch als Vorläufer dieser gilt. Zunächst wurden Kronleuchter noch aus Holz, Messing oder Bronze gearbeitet, später kam die Veredelung durch Glas und Kristall hinzu. Seit etwa 1700 wird auf der kleinen Insel Murano nahe Venedig das mittlerweile weltberühmte Murano-Glas gefertigt, das gerade für die Herstellung von Kronleuchtern besonders beliebt ist. Auch wenn die Wiege der europäischen Glaskunst in Italien liegt, wurde Frankreich im ausgehenden 17. Jahrhundert zum Land der Lüster. Mit der Regentschaft Ludwigs XIV., dem Sonnenkönig, begann der französische Hof zu glitzern und zu funkeln: Der Sonnenkönig stattete seinen Palast mit unzähligen, edlen Bergkristallkronleuchtern aus.

Berühmte Lüster der heutigen Zeit

Einer der größten und berühmten Kronleuchter hängt im Sitzungssaal des Wiener Rathauses. Er wiegt rund 3,2 t und hat einen Durchmesser von 5 m. Friedrich Schmidt kreierte dieses mit 213 Glühbirnen bestückte Prunkstück ursprünglich für die Weltausstellung 1878 in Paris. Da es den Abgeordneten im Sitzungssaal unter der Hitze der über 200 Glühlampen zu heiß wurde, musste die eigentliche Position des Lüsters verändert werden: Er wurde 1 m höher gehängt.

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Kronleuchter – Prunk und Lichtspiele auch für das eigene Zuhause ist Beitrag Nr. 523
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admin am 7. Juli 2011 um 07:31
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Die Form zählt
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