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Leuchten-Blog - Ab in die Welt der Leuchten und allem, was leuchtet

Kienspan, Fackel & Schwedenfeuer

Der Kienspan, so lässt sich vermuten, ist wohl eine eher zufällige Erfindung. Man war an einer flexibleren Lichtquelle interessiert, die man unabhängig von der Feuerstelle nutzen konnte. Zu diesem Zweck wurden besonders gut brennbare, harzige und damit leuchtstarke Holzstücke ausgewählt. Bis ins 19. Jahrhundert hinein waren diese Vorgänger der Fackel beliebte Lichtquellen. Doch leider musste man immer genügend Ersatzholz mitschleppen, weil der Kienspan relativ schnell abbrannte.

Die Fackel – in Fett oder Öl getränkt

Die Möglichkeit das harzhaltige Kienholz noch länger brennbar zu machen, ergab sich wohl ebenfalls durch eine Art Zufall. Möglicherweise tropfte das Fett eines Tieres, das über der Feuerstelle gegart wurde auf das Holz. Dadurch machte man die Entdeckung, dass das Feuer stärker entfacht wurde und länger brannte. Dies war die Geburtsstunde der Fackel. Das Holz wurde von nun an mit fett- oder ölhaltigen Substanzen getränkt und diente so als transportable Lichtquelle. Bei der Fackel wurden demnach nicht allein die natürlichen Eigenschaften des Holzes genutzt, sondern es kamen zusätzlich brennbare Materialien zum Einsatz. Daher kann man die Fackel als eine der ersten künstlichen Lichtquellen bezeichnen.

Das Schwedenfeuer

Ursprünglich die Wärme- und Lichtquelle von schwedischen Soldaten im Dreißigjährigen Krieg, hat sich das Schwedenfeuer mit den Jahren zum dekorativen Gartenfeuer gewandelt. Relativ unkompliziert im Aufbau, versammelt man sich bei aromatischem Glühwein gerne mit Nachbarn, Freunden und Familien um die lodernden Flammen eines Schwedenfeuers. Es besteht aus einem senkrecht stehenden Baumstamm eines Nadelbaums, der in der Mitte mehrfach eingeschnitten wird. Dort entsteht später das faszinierende Flammenspiel, dessen Größe durch die Luftzufuhr eines seitlichen Lüftungslochs beeinflusst werden kann.

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Info:
Kienspan, Fackel & Schwedenfeuer ist Beitrag Nr. 436
Author:
admin am 5. April 2011 um 10:11
Category:
Es war einmal ...
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3 Kommentare »
  1. Schwedenfeuer

    Ich kann Schwedenfeuer wirklich nur empfehlen. Sie brennen lang, sind unkompliziert in der Handhabung und bringen einfach eine Riesenportion Gemütlichkeit mit.
    Wer nicht weiß, wie er mit einem Schwedenfeuer umgehen soll, hier ein paar leicht verständliche Sicherheitshinweise

    #1 Comment vom 27. Oktober 2012 um 11:31

  2. Kerim

    Ich habe das Schwedenfeuer für mich entdeckt und bin davon so sehr begeistert, dass ich dazu eine Seite gemacht habe:
    http://schwedenfeuer-selber-machen.de

    #2 Comment vom 04. April 2014 um 09:07

  3. admin

    Vielen Dank für deinen Kommentar, Kerim! Das finden wir sehr spannend! Viel Spaß und schön, dass wir dich inspirieren konnten :) !

    #3 Comment vom 14. April 2014 um 13:03

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