Zum Inhalt springen


Leuchten-Blog - Ab in die Welt der Leuchten und allem, was leuchtet

Der Briefkasten und seine Geschichte

Der Briefkasten ist ein Alltagsgegenstand, der sich zwar in Form, Farbe und Größe vielfach unterscheidet, aber dennoch immer denselben Zweck erfüllt: Brief-, Reklame- und Zeitschriftenzusendungen aufzunehmen. Es gibt ihn in Deutschland schon seit 1633 und er ist auch in Zeiten zunehmender elektronischer Kommunikationsmöglichkeiten nicht wegzudenken.

Mit der Seefahrt nahm die Postsammlung ihren Anfang

Es waren Seefahrer, die damit begannen, Briefe, die sie an ihre Familien schrieben, an besonderen Häfen, in denen sie auch ihre Vorräte ergänzten, gut sichtbar unter Steinen zu hinterlegen, damit diese von anderen Seefahrern, die in Richtung Heimat fuhren, mitgenommen wurden. Diese Art der Postzustellung wurde immer weiter ausgebaut: An Land nahmen Postkutschen die Briefe in die jeweiligen Ortschaften mit. Die erste regelmäßige Postverbindungstrecke (325 Kilometer lang) wurde Mitte des 16. Jahrhunderts zwischen Leipzig und Breslau eingerichtet. 1633 wurde auf dieser Route in Liegnitz der erste Briefkasten aufgestellt.

Flächendeckende Versorgung mit Briefkästen

Es dauerte aber noch bis in die Jahre der französischen Besatzung des Rheinlandes (1792-1815), bis sich das Aufstellen von Briefkästen in Deutschland flächendeckend verbreitete. Preußen führte im Jahre 1824 Briefkästen ein. Bayern und Baden-Württemberg folgten im Jahr 1830. 1880 gab es im Deutschen Reich bereits 58.000 Briefkästen, die in der Folgezeit auch fleißig genutzt wurden. Immerhin war es die kostengünstigste Möglichkeit, mit weiter entfernt lebenden Menschen Informationen auszutauschen. Die Beförderungszeiten der Post wurden dank neuer Transportmöglichkeiten mit Auto, LKW und Flugzeug immer kürzer.

Ab dem Jahre 1934 waren die öffentlichen Briefkästen einheitlich rot gestaltet, nach dem Zweiten Weltkrieg ging man zur Farbe Gelb über. Die ersten Briefkästen waren aus Holz und hielten aufgrund der Witterungseinflüsse nicht lange, so dass man zuerst zu Briefkästen aus Gusseisen, dann aus Stahlblech und später (seit 1960) zu solchen aus Kunststoff überging.

Durch den Briefschlitz eines öffentlichen Briefkastens passen bis zu 34 mm dicke Sendungen. Größere Briefkästen, wie sie an Standorten mit hohem Postaufkommen üblich sind, haben einen Schlitz mit 50 mm (= Höhe eines Maxi-Briefes).

Auch der private Briefkasten hat für eine schadensfreie Zustellung – unabhängig von der individuellen Gestaltung – eine Norm zu erfüllen. Die europäische Norm DIN EN 13724 legt die Mindestgröße des Einwurfschlitzes fest: Höhe 3 cm, Breite 23 cm. Ein C4-Umschlag sollte problemlos hindurchpassen. Der Briefkasten darf weder zu tief noch zu hoch (nicht höher als 1,70 m) angebracht sein.

Der Briefkasten wird wohl noch einige Zeit Bestandteil des täglichen Lebens sein, auch wenn sich seine Bedeutung aufgrund zahlreicher elektronischer Kommunikationsmöglichkeiten verringert. Vor dem Zweiten Weltkrieg z. B. wurden öffentliche Briefkästen – je nach Standort – bis zu zehnmal am Tag geleert, es gab Nacht- und Sonntagsleerungen, die Post wurde vielerorts zweimal am Tag ausgetragen. Die Deutsche Post AG – damals noch Deutsche Bundesport – stellte bereits am 6. Januar 1984 die Nachtleerung ein und der Briefzusteller kommt nur noch einmal je Werktag.

« Achluophobie – Angst vor der Dunkelheit – Licht an im Hörsaal und Klassenzimmer! »

Info:
Der Briefkasten und seine Geschichte ist Beitrag Nr. 1097
Author:
admin am 25. Juni 2013 um 08:00
Category:
Allgemein
Tags:
 
Trackback:
Trackback URI
Keine Kommentare »

Noch keine Kommentare

Kommentar-RSS: RSS-Feed für Kommentare zu diesem Artikel.

Einen Kommentar hinterlassen