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Leuchten-Blog - Ab in die Welt der Leuchten und allem, was leuchtet

12. März 2014

Burgen erhellen im Mittelalter

Burgen sind Verteidigungsanlagen. Als solche sind sie dafür ausgelegt, eine sichere Behausung für den Burgherrn, seine Untergebenen und vor allem seine Soldaten zu schaffen. Doch natürlich war ein Burgherr ein angesehener Mann und besaß einen mehr oder minder groß ausfallenden Reichtum. Auf Komfort zu verzichten, war ihm somit fremd. Doch Burgen sind nur schwerlich Orte des Komforts. Vielmehr sind es dunkle und kalte Orte, in denen geradezu verschwenderisch mit offenem Feuer umgegangen werden musste. Denn künstliche Beleuchtung, wie sie heute in Burgen zu finden ist, Heizung und insgesamt viel Licht und Wärme gab es im Mittelalter noch nicht. (more…)

8. Juli 2013

Von morbide bis herrschaftlich: der Kronleuchter

(photo: flickr – jeffr_travel, Creative Commons-Lizenz)2142690775_33fdc11666

So manches Mal, da jagt einem das Schaffen der Menschen einen Schauer über den Rücken. Nein, hier geht es nicht um Morde und andere Verbrechen, sondern einen solchen Schauer, der zunächst sehr unangenehm wirkt, aber doch mit einer gewissen Faszination verbunden ist. So etwas rührt ein wenig die Gedanken auf; man fragt sich: Ist es nun gut oder schlecht, dass einen ein solcher Anblick zugleich abschreckt und fasziniert? (more…)

27. November 2012

Mit Leuchtreklame wirksam werben

„Klappern gehört zum Handwerk“ heißt ein bekannter Spruch. Er bezieht sich auf die Notwendigkeit, für die angebotenen Waren und Dienstleistungen Werbung zu betreiben, damit diese auch die gewünschte Bekanntheit erlangen und in großer Zahl gekauft werden. Man könnte aber den Eindruck gewinnen, dass Werbung ein relativ junges Geschäft ist, dabei wurden schon vor über 5000 Jahren Wegweiser auf Obelisken aufgebracht und von ägyptischen Kaufleuten in Stein gemeißelte Verkaufsbotschaften sind seit nahezu 2500 Jahren bekannt. (more…)

14. November 2012

Knicklicht, das Partylicht

„Keine Party ohne Knicklicht“, so lautete das Motto vieler Raver in den 1990er Jahren. Doch nicht nur in der Partyszene sind die bunten Lichter bis heute verbreitet. Die Knicklichter heißen im Übrigen auch einfach nur Leuchtstäbe, haben aber nicht nur eine spaßige Funktion, sondern können auch in Notsituationen zum Einsatz kommen. Doch wie funktioniert ein solches Knicklicht überhaupt? (more…)

8. November 2012

Laternen für den heiligen Martin

Laternenumzüge am 11. November, bei denen Kinder singend und mit selbstgebastelten Laternen durch die Straßen laufen, gehören hierzulande zu den Brauchtümern, die zum Namens- und Gedenktag des heiligen Martin von Tours begangen werden. Nicht wenige Umzüge werden auch von einem Reiter begleitet, der die Geschichte von Sankt Martin, dem barmherzigen Samariter, nachspielt. Aber wer genau war eigentlich der heilige Martin und weshalb gedenken wir seiner heute immer noch? (more…)

17. Oktober 2012

Lichtkunst in Perfektion von James Turrell

Der auch hierzulande bekannte Lichtkünstler James Turrell (geb. 1943 in Los Angeles) arbeitet schon seit 1966 als freier Künstler und machte sich nach Beendigung seines Kunststudiums 1973 einen Namen durch seine Lichtinstallationen in der Natur. In Deutschland schuf er 2009/2010 begehbare Lichtinstallationen im Rahmen seines „ Wolfsburg Project“ und wurde damit einem breiten Publikum bekannt. Auf 700 Quadratmetern realisierte Turrell eine beeindruckende Raum-in-Raum-Konstruktion, die sich elf Meter hoch bis unter die verglaste Gebäudedecke des Museums erhebt: ein zweigliedriger Hohlraum vom Typ der Ganzfeld Pieces. Zwei leere Räume – der Viewing Space und der sogenannte Sensing Space – werden mit langsam sich änderndem Farblicht ausgefüllt. Der Besucher, der diese Konstruktion über eine 30 Meter lange Rampe betritt, wird „Opfer“ einer enormen optischen Verunsicherung: Er läuft auf eine nicht existierende Wand zu, greift Halt suchend nach dem Geländer, verliert das Gleichgewicht. Das alles kann Licht bewirken, wenn man es, wie Turrell, künstlerisch einsetzt. (more…)

12. Oktober 2012

Bunt, leuchtend, Tiffany

Tiffany & Co., der New Yorker Luxus-Juwelier aus dem unterhaltsamen Film-Klassiker „Frühstück bei Tiffany“ mit Audrey Hepburn, ist keine Erfindung ideenreicher Drehbuchautoren, sondern existiert in Wirklichkeit. Gegründet wurde Tiffany & Co. von Charles Lewis Tiffany, dessen Sohn Louis Comfort Tiffany schuf später die berühmten Tiffanyleuchten.

Louis Comfort Tiffany: Künstler, Weltenbummler, Unternehmer

Louis Comfort Tiffany (1848-1933) war Landschaftsmaler, auch sonst künstlerisch äußerst begabt und nicht gewillt die Schmuck- und Silberwaren-Firma seines Vaters zu übernehmen. Stattdessen bereiste er schon in jungen Jahren Länder wie Afrika, Italien und Deutschland. In Frankreich faszinierten ihn besonders die prächtigen Fenster der Kirchen. (more…)

3. Oktober 2012

Die Geburtsstunde des Kinos

Eine Tüte Popcorn, ein kühles Getränk, ein klimatisierter Kinosaal mit XXL-Leinwand und ein Film in Dolby Digital. An diese Annehmlichkeiten, die uns heutzutage einen Kinobesuch versüßen, war Ende des 19. Jahrhunderts noch nicht zu denken. Die Anfänge des Kinos waren sehr viel bescheidener. Die erste öffentliche Filmvorführung fand im Dezember 1895 in Paris statt. Die Brüder Louis (1864-1948) und Auguste (1862-1954) Lumière präsentierten mit ihrer Entwicklung, dem Cinématographe, mehrere selbst gedrehte Kurzfilme. Den Cinématographe hatten sie nicht direkt selbst erfunden, sondern weiterentwickelt. Die Vorlage dafür lieferte der Erfinder der Glühlampe Thomas Alva Edison mit dem Kinetoskop. Diesen „Filmbetrachter“ entwickelten die Brüder Lumière derart weiter, dass er nicht nur zur Aufnahme sondern auch zur Wiedergabe von Filmen geeignet war. Durch die Möglichkeit der Projektion konnten die bewegten Bilder einem breiten Publikum zugänglich gemacht werden – das Kino war geboren. (more…)

27. September 2012

Tobias Grau: Leuchten- und Produktdesigner

„Bill“, „Soon“, „Luja“ oder „OMM“ – so heißen die Leuchten, mit denen sich der Hamburger Unternehmer und Designer Tobias Grau (* 1957) einen Namen gemacht hat. Nach seinem BWL-Abschluss ging Grau 1983 zunächst nach New York, um an der dortigen Parson School of Design zu studieren. Wieder zurück in Deutschland machte er sich als Designer selbständig und stattete kleinere Büros und Modegeschäfte aus. Für diese Projekte entwarf er individuelle Einrichtungsgegenstände, u. a. auch Leuchten. Auf der Möbelmesse in Köln 1987 war es dann soweit: Tobias Grau stellte seine erste komplette Leuchtenkollektion vor. In den folgenden Jahren erweiterte er nicht nur das Leuchtensortiment seiner Firma um Projektleuchten und Schalter, sondern produziert heutzutage auch Möbel- und Teppichkollektionen, wie z. B. „Table“ und „Carpet“. (more…)

21. September 2012

Ein Däne in Berlin

Er färbte Flüsse grün, holte die Sonne ins Londoner Tate Modern und baute Wasserfälle in New York – dem dänisch-isländischen Installationskünstler Olafur Eliasson ist kein Projekt zu groß und keine Idee zu abwegig. Geboren 1967 in Dänemarks Hauptstadt Kopenhagen verbrachte der Sohn isländischer Eltern als Kind viel Zeit auf der rauen Heimatinsel seiner Eltern – womöglich ein Grund dafür, warum seine Kunst stark von natürlichen Prozessen und Licht, Luft und Wasser geprägt ist.

Anfang der 90er Jahre studierte Eliasson an der Königlich Dänischen Kunstakademie in Kopenhagen, verlegte aber noch während des Studiums seinen Lebensmittelpunkt nach Berlin, wo er 1994 Kontakte zu Berliner Galeristen geknüpft hatte, die die Werke des Nachwuchskünstlers ausstellen wollten. Heute hat der Installations- und Medienkünstler Eliasson in Berlin ein eigenes Studio und einen Lehrauftrag an der Universität der Künste. (more…)